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2022: 51. Netzwerktreffen

Das 3. Sifa–Netzwerktreffen 2022 fand in Freiberg, Sachsen im ehemalige Silberbergwerk „Alte Elisabeth“ statt. Heute dient das ehemalige Silberbergwerk der Ausbildung von Ingenieuren für den Bergbau der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. 

Der erste Vortrag mit dem Thema: „Explosionsfähige Atmosphären“ wurde vom Netzwerker Christoph Stange gehalten. Er referierte am Beispiel von solchen Allerweltschemikalien wie Frostschutz und Bremsenreiniger über das Wesen und die Eigenschaften einer explosionsfähigen Atmosphäre und welche Vorkehrungen bei explosiven Gasen oder Stäuben zu treffen sind, die im Produktionsprozess auftreten können. 

Herr Gordzielik der asecos GmbH hielt als nächster einen Vortrag über die sichere Lagerung und das Handling von Gefahrstoffen. Er erläuterte uns welche Anforderungen an feuerbeständige Gefahrstoffschränke zu stellen sind. So z. B.: dass sie einen elektronischen Temperatursensor besitzen, der im Brandfall das Schließen der Vertikalauszüge auslöst. Weiterhin sollten die Vertikalauszüge eine intelligente Stoppfunktion besitzen die Hindernisse erkennt und dadurch die Klemmgefahr für Hände und Finger verhindert. Ein Türenschließen sollte nach 60 Sekunden Nichtbenutzung mit optischem und akustischem Warnsignal erfolgen. Serienmäßig sollte eine Funktion vorhanden sein, die bei Stromausfall die Auszüge akkugepuffert sicher und automatisch schliesst. Derzeit gibt es keine Vorschrift zur Lagerung von Batterien, zur Sicherheit sollten sie in Gefahrstoffschränken gelagert werden. 

In der betrieblichen Praxis ist mir immer wieder aufgefallen, dass unter Abzügen Gefahrstoffe gelagert werden. Herr Gordzielik erklärte uns, dass dies verboten ist, denn ein Abzug ist kein Lagerplatz. Auch dürfen Lappen, die z. B.: mit Lösungsmitteln getränkt sind nicht in entzündlichen Müllbehältern gelagert werden. Angebrochene Druckgaskartuschen müssen zur Sicherheit in Gefahrstoffschränken gelagert werden. Weiterhin gab Herr Gordziellik den Hinweis das beim Umfüllen von entzündlichen Flüssigkeiten die Gebinde geerdet werden müssen, wenn mehr als 5 Liter umgefüllt werden.

In einem eindrucksvollen Film zeigte er uns, dass ein Metallschrank: 3 Minuten die Flammen von außen nach innen abhält. Der Schrank nach amerikanischem Standard schafft es schon 8 Minuten. EinTyp 90 Shrank der hiesigen Firma gewährleistet mit 90 min Standzeit, dass alle Mitarbeiter aus einem brennenden Gebäuden in Sicherheit gebracht werden können.

Nach der Kommunikations- und & Kaffeepause incl. Spaziergang zur MPA (Materialprüfanstalt) gab es für uns eine Firmenführung durch die MPA Dresden GmbH. Es gab verschiedene Demonstrationen für uns, u.a.: eine Feuerlöscher-Prüfung bei der ein Feuer gelöscht wurde. Auch eine Vorführung eines Glühbrandes von Mineralwolle konnten wir beobachten.

Zum Abschluss konnten wir die Übertageanteile des Silberbergwerkes „Alte Elisabeth“ besichtigen. 
Im Bergwerk werden heute noch Ingenieure und Techniker ausgebildet. Zur Erschließung neuer Geschäftsfelder werden auch Sprengungen durchgeführt um neue Hohlräume zu schaffen. Es gibt derzeit auch Forschungen zur Geothermie.
Zwei weitere wichtige Tätigkeitsfelder sind die Bewetterung des angrenzenden Krankenhauses mit keimarmer Bergluft, stabil in Luftfeuchte und Temperatur sowie die Entwässerung bei Hochwassergefahr. Eine historisch gewachsene Aufgabe ist die Versorgung der Dresdner Altstadt mit Trinkwasser.

51. Netzwerktreffen


Datum

27.09.2022

Thema

Betriebliche Prüfungen im Brandschutz

Veranstaltungsort

Freiberg


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